Die Angst vor Corona, oder besser: Die Angst, die Corona auslöst, hat viele Gesichter. Befeuert durch die Medien macht sich unwillkürlich eine große Verunsicherung breit. Zahlen werden von verschiedenen Fachleuten unterschiedlich gedeutet. Es ist von schlimmen Symptomen und von vielen Toten die Rede. Die Maßnahmen zur Eindämmung der Krankheit werden von vielen gelobt von anderen stark kritisiert. Die einen sagen: „Alles gar nicht so schlimm“, die anderen: „Eine sehr gefährliche Krankheit“. Die Gesellschaft spaltet sich scheinbar. Es wird auf aggressive Weise gestritten. Aber warum ist das so?

Verschiedene Ängste

Im Zusammenhang mit Corona spielen verschiedene Ängste eine Rolle. Zum einen ist da die Corona-Phobie, nämlich die Angst vor der Krankheit an sich. Angst, sich anzustecken und womöglich starke Schmerzen und Nöte erleiden zu müssen oder vielleicht nie mehr ganz gesund zu werden.

Dazu gesellt sich die Angst vor anderen Menschen. Andere Menschen sind potenziell gefährlich, sie könnten mich anstecken, wenn sie mir zu nahe kommen. Ein allgemeines Misstrauen macht sich breit.
Die Angst, sich selber falsch zu verhalten und deshalb ausgegrenzt oder böse angegangen zu werden, ist auch da. Dies führt zu einem allgemeinen Gefühl von Einengung und Unfreiheit. Man darf nicht mehr tun, was man möchte.

Sehr schlimm ist für viele Menschen die Existenzangst. Durch die neuen Regeln blieben und bleiben Kunden weg. Das eigene kleine Geschäft könnte zerstört werden oder man könnte arbeitslos werden. Diese Angst ist relativ realistisch, weil man ja auch immer von Geschäftsschließungen und Insolvenzen hört.
Darüber hinaus wissen wir auch nicht, wie es insgesamt mit der Wirtschaft weitergeht, die sich so stark wie nie seit dem Krieg rückläufig entwickelt hat. Werde ich selber davon betroffen sein?

Auswirkungen von Unsicherheit und Angst

Angst macht auf Dauer krank und verändert etwas in uns. Angst führt nicht nur zu sozialem Rückzug, sondern auch zu Aggressionen. Wenn die Wut nach außen gerichtet ist, erfahren wir diese bei aggressiven Protesten und bei erbitterten Wortgefechten. Wenn die Wut nach innen, also gegen sich selber gerichtet ist, nennt man das Depression. Nicht wenige leiden unter dem Gedanken, dass es nie wieder besser wird oder dass nichts mehr so sein wird, wie es einmal war.
Dazu kommt, dass wir eigentlich darauf angewiesen sind, andere Menschen einschätzen zu können. Das wird dadurch, dass alle eine Maske tragen, fast unmöglich. Wer ohnehin ein wenig unter sozialen Ängsten leidet, wird jetzt noch mehr leiden als sonst. Die Angst vor alltäglichen Aktivitäten, bei denen man mit anderen Menschen konfrontiert ist, wird viel häufiger: Angst vorm Einkaufen, Angst vor öffentlichen Verkehrsmitteln.

Symptome dauerhafter Angst können vielfältig sein, hier ein paar Beispiele:

  • psychosomatisch bedingte Schmerzen im Rücken,
  • Reizdarm,
  • Spannungskopfschmerzen,
  • Verschlechterung von Autoimmunerkrankungen,
  • häufigere Infekte zum Beispiel der Haut usw.

Hilfestellungen gegen die Angst

  1. Für die Stärkung Ihres Immunsystems können Sie viel tun. Sie können sich ausgewogen ernähren, Ihre sozialen Kontakte pflegen und Ihren Optimismus bewusst mit positiven Gedanken festigen. Das Gefühl, ein gutes Immunsystem zu haben, ist sehr beruhigend.
  2. Legen Sie Ihren Fokus stärker auf die vielen guten und schönen Dinge in Ihrem Leben.
  3. Vermeiden Sie unnötig viele Nachrichten über katastrophale Zustände. Beschäftigen Sie sich auch nicht mit Verschwörungstheorien. Beschaffen Sie sich lieber unaufgeregte und sachliche Informationen, die für Laien gut aufbereitet sind. Covid-19 ist sicher kein Spaß, der Verlauf ist aber in den allermeisten Fällen harmlos.
  4. Sie können auch meditieren, wenn Sie dies nicht schon tun. Warum Meditation bei Ängsten hilfreich ist, können Sie auf der Seite über Meditation nachlesen.
  5. Machen Sie sich bewusst, dass Sie von Natur aus ein starkes Immunsystem haben. Sollten Sie gesundheitlich nicht ganz auf der Höhe sein, können Sie sich bewusst machen, dass wir in einem Land leben, in dem die medizinische Versorgung so gut ist wie fast nirgendwo sonst.
  6. Machen Sie sich bewusst, dass es völlig normal ist, dass die Zukunft anders als die Vergangenheit ist. Alles war schon immer in einem ständigen Wandel begriffen. Und so eine Krise, wie wir sie momentan erleben, kann auch zu etwas Besserem führen. Wir dürfen zuversichtlich sein, dass wir lernen und vieles in Zukunft besser machen werden.

Sollten Sie das Gefühl haben, Ihre Ängste nicht mehr allein bewältigen zu können, freue ich mich über einen Anruf:

— oder —