Das „Feld reiner Möglichkeit“

Vereinfachung Nr. 2

  1. Versuche bitte (statt weiter im Internet herumzustöbern) folgende Übung: Nimm dir Zeit, etwa 20-30 Minuten, und lausche. Versuche, a) nicht zu beurteilen, was du hörst (mit Geräuschen in der Natur geht es einfacher als mit denen in der Stadt), b) nicht zu benennen, was du hörst und c) keine Geschichten zu den Geräuschen zu erfinden. Z.B. ein Auto mit lauter Musik fährt vorbei – es ist bedeutungslos, ob dir die Musik gefällt, es ist dir egal, wer der Intepret des Liedes ist, wie es heißt oder welches Genre es ist, du denkst nicht darüber nach, ob der Fahrer fröhlich, rücksichtslos oder angeberisch usw. ist. Vergiss nicht, während des Lauschens weiter zu atmen!
  2. Nimm wahr, wenn du unwillkürlich jemanden beurteilst – sein/ihr Aussehen oder Verhalten. Versuche dann dieses Beurteilen, auch wenn es freundlich ausfällt, sein zu lassen. Verurteile dich selber auf keinen Fall, wenn du merkst, dass du das ziemlich oft tust. Stelle es nur fest, lasse es wieder sein und beobachte dann, ob und was sich im Laufe des Tages verändert.

Sich selber aus dem Fokus nehmen

Vereinfachung Nr. 1

Manchmal dreht man sich auch zu sehr um sich selber und seinen eigenen Nabel und nimmt deshalb verstärkt wahr, was einen stört – an sich selber, an anderen. Das könnte man vereinfachen:

Frage dich heute nicht (so oft): „Was brauche ich? Wer will ich sein? Wie kann ich besser werden?“

Mache dir heute vielmehr bewusst, wer du bist und wo deine Talente und Fähigkeiten liegen. Es ist ohne Bedeutung, ob das viel, wenig, groß oder klein ist. Frage dich dann: „Was kann ich für den anderen tun? Wie kann ich Freude erschaffen?“