Ängste und Angststörungen

Anstelle von Ängsten, möchten wir innere Ruhe, Gelassenheit und Stabilität erleben.

Angst gehört zum Grundinventar der menschlichen Emotionen. Sie ist zwar so real, wie sie sich anfühlt. Angst hat aber nicht recht, das heißt: Sie ist ein Irrtum. Die Angst ist keine „äußere“, sondern eine „innere“ Realität, nämlich eine Erwartungshaltung. Sie ist etwas Selbstgemachtes, das Resultat eigenen Denkens und Vorstellens. Und nicht selten steckt ein Trauma dahinter oder äußert sich als eine Phobie.

Symptome einer Angststörung

Neben dem Gefühl der Angst gehören Beschwerden wie ständige Nervosität, Zittern, Muskelspannung, Schwitzen, Benommenheit, Herzklopfen, Schwindelgefühle oder Oberbauchbeschwerden zu Angststörungen bis hin zur Panikattacke.

Die Angst erfüllt einen biologischen Zweck, wenn sie uns vor einer realen Gefahr warnt. Angst hat die Aufgabe, uns vor Gefährdungen zu schützen.

Die allermeisten negativen Erwartungshaltungen (Sorgen / Ängste), mit denen wir Menschen täglich zu kämpfen haben, beziehen sich jedoch nicht auf tatsächlich vorliegende Gefahren. Es geht meistens um virtuelle Szenarien, die wir selber in unseren Köpfen erschaffen haben. Bei der Erschaffung dieser Realitäten unterstützen uns nicht selten die Medien. Manche sprechen sogar von einer regelrechten Angstindustrie. Die erwarteten Schmerzen oder Katastrophen sind noch gar nicht eingetroffen, und es gibt auch keine realistischen äußerlichen Anzeichen für sie. Aber unsere Angst lässt uns die Wirklichkeit so erleben, als sei das Schlimmste bereits eingetroffen oder stehe unmittelbar bevor.

Oft genug stecken hinter den Ängsten niederdrückende Gedanken, wie z. B. dass ich es gar nicht verdiene, dass ich soviel Glück habe. Die Katastrophe muss ja irgendwann kommen.
Daraus folgt diese Überlegung: Wenn ich es schaffe, mir all das vorzugaukeln und mich dabei wirklich mies zu fühlen, dann könnte ich mir auch genau so gut etwas vorgaukeln, bei dem ich mich wunderbar fühle.

Manchmal sitzen die Ängste aber so tief, dass man sie nicht mehr allein durch eine Veränderung des Denkverhaltens lösen kann. Sie ist dann schon sozusagen „in den Körper gekrochen“. Viele Patienten, die über einen längeren Zeitraum unter einer Angststörung gelitten haben und Heilung erfahren haben, kennen dieses Phänomen: Das Gefühl der Angst ist weg, aber der Körper zeigt immer noch die alten Symptome: Chronische Verspannungen, Druckgefühle in der Brust, Schwindel, Übelkeit. Die Angst ist dann nicht weg, sie zeigt sich nur anders.

Behandlung der Ängste

Ängste und Angststörungen behandle ich vor allem mit Hypnotherapie und lösungsorientierte Kurzzeittherapie, unterstützt durch pflanzliche Medikamente, falls das angebracht ist.
Dabei werden vorhandene Angst-Muster umgelernt oder sie werden so unwichtig, dass sie keine Symptome mehr hervorrufen. Dazu gehört oft, ursächliche Erfahrungen (Traumata) in ihrer Bedeutung abzuschwächen und das (Ur-)Vertrauen ins Leben wieder zu stärken.