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Meditation

Meditation ist bei der Heilung von Depressionen und von Ängsten eine äußerst wertvolle Unterstützung. Deshalb kann man durchaus als eine Therapieform bezeichnen. Depressionen und Ängste sind nämlich zu einem guten Teil aus einer Art problemorientierten Selbsthypnose („Problemtrance“) entstanden. Meditation ist ein Weg, um sich aus einer ungewollten Trance wieder zu befreien. Sie kann völlig autark mit wenig Anleitung geübt werden.

Buddha

Unterschied zur Hypnose

Meditation ist zwar etwas anderes als Hypnose, aber man kann als Übender das Gefühl haben kann, in der Meditation in einen tranceähnlichen Zustand zu verfallen. Meditation erweitert das Bewusstsein durch achtsame Wahrnehmung, während die Hypnose eine Einengung des Bewusstseins ist. Meditation ist also eher eine Art „De-Hypnotisierung“.

Sehr gerne gebe ich Ihnen eine entsprechende Anleitung und übe mit Ihnen. Sie können auch meine Meditationsabende besuchen, die ich immer wieder anbiete.

Achtsamkeitsmeditation

Meditation ist an sich keine Technik. Es gibt jedoch verschiedene Methoden und Techniken, um zu meditieren. Meditation ist eine ganz natürliche Tätigkeit, die auch manche Kinder schon von sich aus ausführen. Die Grundhaltung ist Achtsamkeit, ein nicht urteilendes Interesse oder liebevolle Neugier, die Bereitschaft, das anzunehmen, was jetzt ist. Meditation ist das Verweilen im Augenblick, man nimmt sich aus der Spannung zwischen dem (grübelnden) Nachsinnen über die Vergangenheit und dem (sorgenvollen) Planen der Zukunft heraus und überlässt sich für eine Weile dem Nicht-Tun. Aktivitäten spielen in der Meditation nicht die Hauptrolle, auch wenn sie ein Element sein können. Es geht dabei um eine lebendige Ruhe, um achtsames Wahrnehmen. Das bewusste Nicht-Tun ist auch etwas ganz anderes als das Nichtstun, das aus Bequemlichkeit oder dem Dösen (= Trance, eingeengtes Bewusstsein) entsteht. Auch letzteres hat seine Bedeutung, z.B. zur Konsolidierung von Gelerntem oder schlicht zur Erholung. Das Nicht-Tun in der Meditation beinhaltet die bewusste und aktive Entscheidung für den gegenwärtigen Augenblick, nicht Auflösung oder Abschweifen, sondern das rechte Maß von Spannung und Entspannung sind hier gefordert, es geht um Sammlung, das vollständige Dasein im Augenblick. Der Mensch zentriert sich, er erdet sich und ruht in sich. Diese Grundhaltung wird bei regelmäßiger Übung ganz natürlich in den Alltag mitgenommen und vom Übenden als eine befreiende Gelassenheit empfunden.

Warum hilft Meditation bei Ängsten?

Wenn wir Angst haben, stellen wir uns etwas vor oder denken an etwas, das jetzt im Moment noch gar nicht der Fall ist. Angst ist so eine Art Problem-Trance. Man könnte auch sagen, dass wir uns in einer negativen Selbsthypnose über die Zukunft befinden. Mit Hilfe der Meditation können wir unser Bewusstsein wieder erweitern. Wir können wieder wahrnehmen, was in diesem Moment unsere tatsächliche Befindlichkeit ist. Es ist nicht nötig, sich mental mit all den schrecklichen Möglichkeiten zu befassen, wenn dies keinen praktischen Nutzen bringt. Angst ist nur ganz selten nützlich. Mit panischen Gedanken und Vorstellungen über eine Zukunft, die noch gar nicht existiert, ist uns sicher nicht geholfen. Aber mit innerer Ruhe und Ausgeglichenheit können wir wieder klarer werden und uns besser auf die bevorstehenden Herausforderungen vorbereiten. Sei dies nun eine Prüfung, ein Arztbesuch, der Inhalt des ungeöffneten Briefes …

Meditieren – wie?

Für die Meditation ist günstig, eine passende Körperhaltung einzunehmen. Im Liegen – und dazu mit geschlossenen Augen – kann nur schwer meditiert werden. Das gilt besonders für Anfänger. Der Mensch beginnt im Liegen abzuschweifen und sich zu verlieren. Das ist ein vollkommen natürlicher Prozess, der nur schwer zu verhindern ist. (Deshalb funktioniert auch die Hypnose so leicht.) In einer aufrechten Haltung ist es viel leichter, bei sich und in der Gegenwart zu bleiben und das oben erwähnte rechte Maß zwischen Spannung und Entspannung zu halten. Die körperliche Haltung unterstützt und fördert die innere Haltung. Es ist auch sehr empfehlenswert, die Augen zumindest halb geöffnet zu halten, falls das Objekt der Meditation dies zulässt. Bei einer Musikmeditation oder anderen sinnlichen Erfahrungen können die Augen geschlossen werden, um ganz bei der Sache sein zu können.

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